Lehrstuhlinhaber

Prof. Dr. iur. Dr. h. c. Mathias Rohe,

M. A., RiOLG a. D.

 

Arbeitsgebiete im Schwerpunkt:

  • Die rechtliche Stellung des Islam in Deutschland und Europa und seine Entwicklung im europäischen Kontext
  • Islamisches Recht, insbesondere seine Entwicklung in der Gegenwart
  • Rechtsvermittlung, multikulturelle Konflikte und interkulturelle Kommunikation
  • Deutsches und internationales Bank- und Kreditsicherungsrecht
  • Rechtsverhältnisse komplexer Vertragsverbindungen
  • Deutsches und internationales Haftungsrecht

Publikationen

Publikationsverzeichnis zum Abruf im PDF-Format


Mitgliedschaften/Funktionen:

  1. Wissenschaftlich
    • Mitgliedschaft im wissenschaftlichen Beirat des Forum Islamisch-Theologische Studien
    • 2018 Wahl zum ordentlichen Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
    • Mitglied im Unabhängigen Expertenkreis Muslimfeindlichkeit (Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat Berlin)
    • Mitglied im Beirat der Dokumentationsstelle Politischer Islam (Bundesregierung Wien)
    • Wissenschaftlicher Beirat der Avicenna-Stiftung
    • ab 1. Oktober 2019 Forschungsdekan des Fachbereichs Rechtswissenschaften
    • Gründungsdirektor des Erlanger Zentrums für Islam und Recht in Europa (EZIRE)
    • Stellvertretender Vorsitzender der Juristischen Gesellschaft Mittelfranken zu Nürnberg (bis 2015)
    • Stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums des Nah- und Mittelostvereins (NuMOV)
    • Geschäftsführer des Beirats des Departments für islamisch-religiöse Studien (Sonderbeauftragter des Präsidenten)
    • Vorsitzender des Bibliotheksausschusses der FAU
    • Vorsitzender der Vinzl-Stiftung an der FAU
    • Mitbegründer, von 2001 bis 2009 Vorsitzender und seither Vorstandsmitglied der Gesellschaft für arabisches und islamisches Recht (GAIR)
    • Kuratorium der Eugen-Biser-Stiftung München
    • Kuratorium des Islamkolleg Deutschland e.V.
    • Beirat des Muslimischen Bildungswerkes Erlangen e.V.
    • Editorial Board des EJIMEL (Electronic Journal of Islamic and Middle Eastern Law)
    • Associate Editor der Annotated Legal Documents on Islam in Europe
    • Consultative Commitee des Departments ‚Law and Anthropology‘ am Max-Planck-Institute for Social Anthropology Halle
    • Advisory Board des International Institute of Advanced Islamic Studies (IAIS) Malaysia
    • Advisory Board des Journal of Law, University of Kuwait
    • Advisory Board des Oxford Journal of Law and Religion
    • Associate Member der International Academy of Comparative Law
    • Deutsch-Türkische Juristenvereinigung (DTJV)
    • Zivilrechtslehrervereinigung
    • Bankrechtliche Vereinigung – Wissenschaftliche Gesellschaft für Bankrecht
    • Gesellschaft für Rechtsvergleichung
    • Wissenschaftliche Vereinigung für Internationales Verfahrensrecht
    • Deutscher Hochschulverband (DHV)
    • Förderverein Familie und Wissenschaft der Universität Erlangen-Nürnberg e.V. (Schatzmeister) – von der Gründung 2005 bis zur Auflösung 2019
  2. Andere

Lebenslauf

12.10.1959 Geboren in Stuttgart
1978 Abitur am Wirtemberg-Gymnasium Stuttgart-Untertürkheim; Scheffelpreis für die besten Leistungen im Fach Deutsch; Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes
1978 – 1979 Arbeit als Koch in Saudi-Arabien und im Zustelldienst der deutschen Bundespost; Orientaufenthalte
1979 – 1981 Zivildienst Evangelische Familienferienstätte Gomadingen
1981 – 1988 Studium der Jura in Tübingen; 1. Staatsexamen
1981 – 1989 Studium der Islamwissenschaften in Tübingen und (1984-85) in Damaskus; Magisterabschluß mit einer Arbeit über klassisches Islamisches Recht (Die Behandlung des Diebstahls nach den Vier Schulen)
1988 – 1993 Mitarbeiter von Prof. Dr. Dietrich Rothoeft/Universität Tübingen
1989 – 1992 Juristischer Vorbereitungsdienst in Tübingen; 2. Staatsexamen
1990 – 1995 Abhaltung von Kursen im deutschen Recht für ausländische Juristen in Zusammenarbeit mit dem DAAD und dem Justizministerium Nordrhein-Westfalen
1993 Promotion zum Dr. iur. mit einer Arbeit über Internationales Privatrecht (Zu den Geltungsgründen des Deliktsstatuts); Auszeichnung mit dem Förderpreis der Reinhold-und-Maria-Teufel-Stiftung
1993 – 1997 Wissenschaftlicher Assistent von Prof. Dr. Wernhard Möschel/Universität Tübingen
Februar 1997 Habilitation für die Fächer Bürgerliches Recht, Internationales Privat- und Verfahrensrecht, Rechtsvergleichung und Europarecht; Habilitationsschrift zum Thema „Netzverträge – Rechtsprobleme komplexer Vertragsverbindungen“
Sommer 1997 Lehrstuhlvertretungen in Augsburg und Potsdam
September 1997 Ruf an die Juristische Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg (Professur für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung)
Juli 1999 Ruf auf den Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung ebenda
2001 – 2007 Richter am OLG Nürnberg im Nebenamt
Oktober 2004 Ablehnung eines Rufes an die Juristische Fakultät der Universität Tübingen (Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung)
2004 – 2006 Dekan der Juristischen Fakultät Erlangen
2006 – Mitwirkender der Deutschen Islamkonferenz (Bundesministerium des Innern), in allen Phasen seit der Vorbereitung (2006 – 2009 Arbeitsgruppe Verfassungsfragen)
2008 – Gründungsdirektor des Erlanger Zentrums für Islam und Recht in Europa
2010 – Projektgruppenmitglied der zweiten Deutschen Islamkonferenz
2011 Verleihung des Karl-Steinbauer-Zeichens der Bayerischen Pfarrbruderschaft für christliche Zivilcourage
2011 – 2013 Leiter der Arbeitsgruppe „Paralleljustiz“ des Bayerischen Staatsministeriums für Justiz
2012 – 2013 Leiter der Arbeitsgruppe „Islamismus und Islamfeindlichkeit“ im vom österreichischen Staatssekretariat für Integration eingerichteten „Dialogforum Islam“
2014 – Associate Member der International Academy of Comparative Law
2018 Wahl zum ordentlichen Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
2018 Verleihung der Ehrendoktorwürde durch die Universität Ankara auf Vorschlag der Juristischen Fakultät (erste juristische Ehrendoktorwürde seit Gründung der Fakultät im Jahre 1927)
2021 Träger des WGIT-Preises 2020 der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Islamische Theologie e.V.
1990 – Veröffentlichungen zum Bürgerlichen Recht, zum Internationalen Privatrecht, zur Rechtsvergleichung, zum Europarecht und zum Zivilverfahrensrecht, zum Islamischen Recht und zu den Islam betreffenden Rechtsfragen
1997 – Umfangreiche Tätigkeit als Sachverständiger in Parlamenten und Gerichten sowie als Berater in- und ausländischer Regierungen; hunderte von Interviews für deutsche und internationale Medien
1991 – Zahlreiche Einladungen zu Vorträgen zu juristischen und islamwissenschaftlichen Themen (u. A. in Montreal, Ottawa, Yale, Harvard, Washington DC, St. Louis, Denver, Provo, Berkeley, Oxford, London, Leicester, Coventry, Kopenhagen, Aarhus, Göteborg, Bergen, Leiden, Utrecht, Nijmegen, Amsterdam, Brüssel, Leuven, Gent, Paris, Rennes, Straßburg, Zürich, Bern, Salzburg, Wien, Graz, Turin, Mailand, Venedig, Florenz, Braga, Krakau, Budapest, Tartu, Minsk, Moskau, Kazan, Rabat, Fes, Casablanca, Kairo, Tripolis, Istanbul, Ankara, Kayseri, Malatya, Nikosia, Beirut, Jerusalem, Damaskus, Amman, Kabul, Duschanbe, Bischkek, Lahore, Neu Delhi, Hyderabad, Kuala Lumpur, Singapur, Beijing, Tokio, Kioto, Kobe sowie in über 100 Städten in Deutschland)
1975 – Orientaufenthalte in folgenden Ländern: Marokko, Tunesien, Libyen, Ägypten, Sudan, Türkei, Azarbaijan, Syrien, Libanon, Israel/Palästina, Jordanien, Saudi-Arabien, Jemen, Oman, Iran, Usbekistan, Afghanistan, Tadschikistan, Kirgisistan, Pakistan, Indien, Malaysia

Familie

Mathias Rohe ist seit 1983 verheiratet und hat zwei Töchter.